Geschichte des Heimatschutzvereins Grundsteinheim

Wahrscheinliche Entstehung des Dorfes um 800. Urkundliche Erwähnung 1036 durch Bischof Meinwerk, der Dorf und Mark Grundsteinheim dem Busdorfstift zueignete. 1499 erhielt Heinrich von Westphalen das Dorf in Erbpacht.

Das Jahr 1629 wurde zum ersten Mal in einer Ansprache von Landrat Wilper zur Fahnenweihe des Vereins 1965 als Gründungsjahr des Heimatschutzvereins Grundsteinheim in Zusammenhang mit der Verbundenheit zum Grafen von Westphalen benannt.

Eine Chronik berichtet zwar: „ Seit undenklichen Zeiten, man sagt zur Heidenzeit, zu Zeiten Karls des Großen, besteht hier eine Schützengesellschaft, welche Grundbesitz hat, auf Christi Himmelfahrtstag die Prozession begleite und am zweiten Pfingsttage Königschießen hat. Die Gesellschaft hat ihre Gesetze, welche strengstens beobachtet werden müssen, wofür der Schützenoberste zu sorgen hat und welcher alle Übertretungen zu bestrafen hat. Der Graf von Westphalen ist Protektor der Gesellschaft.“

Als 1848 in Fürstenberg bedenkliche Unruhen ausbrachen, bei denen das wertvolle Archiv in Flammen aufging, begab sich Graf Klemens von Westphalen über Grundsteinheim nach Herbram. Im bewussten Gegensatz zu den aufrührerischen Fürstenbergern wurde der Graf vom Grundsteinheimer Schützenverein feierlich empfangen und nach Herbram geleitet. Als Zeichen der Anerkennung und Treue schenkte er dann dem Schützenverein den jetzigen Grundbesitz.

Das alljährliche Vogelschießen wurde durch den Grafenschuss des gräflichen Forstaufsehers eröffnet. 1881 wurde eine neue Schützenfahne beschafft, die das gräfliche Wappen wie auch das Bild des Hl. Alexanders trägt. Diese Anschaffung wurde vom Graf von Westphalen durch Übernahme der Kosten ermöglicht.

Leider sind die ältesten Akten des Vereins nebst der alten Fahne einem Brande zum Opfer gefallen. Die Fahne von 1881 wird noch heute am Schützenfest im Umzug mitgetragen. 1965 wurde dann eine neue Vereinsfahne angeschafft, die am 16. Mai feierlich geweiht und eingeführt wurde.

Die Schützenhalle, erbaut in den Jahren 1934 und 1935, erweitert im Jahre 1978 ist Eigentum des Heimatschutzvereins. In den Kriegsjahren wurde sie als Lagerhalle für die alliierten Streitkräfte genutzt.

Dem Schützenverein, der aus 169 (Stand: 08.03.2009) aktiven Mitgliedern besteht, ist eine Jungschützenabteilung angeschlossen, die erfolgreich den Schießsport betreibt.